aps-Magazin 6/2019

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Drei Ereignisse im November 2019 bestimmen den Inhalt dieser Ausgabe:
1. Gehaltserhöhung für 2020 2. „Lernsieg“ (Bewertungsapp) und 3. Personalvertretungswahlen 2019

Am 20. 11. 2019 wurden die Gehaltsverhandlungen für den Öffentlichen Dienst abgeschlossen. Gehälter werden ab 1. 1. 2020 um 2,25 Prozent, mindestens jedoch um 50 Euro erhöht. Bei den Zulagen gibt es eine Erhöhung um 2,3 Prozent. Die mindestens 50 Euro führen gerade bei niedrigeren Einkommen zu einer deutlichen Steigerung (geht bis 3,05 %). Gerade das Anheben niedriger Einkommen halte ich in Zeiten, in denen die Schere zwischen geringeren und hohen Einkommen immer mehr auseinandergeht, für besonders wichtig. Alle Gehalts- und Zulagentabellen finden Sie auf den Seiten 8 bis 12.

Am 15. November 2019 wurde im Rahmen einer Pressekonferenz eine App mit dem Namen Lernsieg veröffentlicht, die zur Bewertung von Schulen und Lehrerinnen und Lehrern dienen soll. Die App ist am 18. November wieder offline gegangen. Im Prinzip ist alles dazu gesagt, nur die Frage, wie die App das Ziel, Gewinn abzuwerfen, auf legalem Weg und im Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung erreichen soll, beschäftigt mich nach wie vor.

Am 27. und 28. November fanden die Personalvertretungswahlen statt. Im Bereich der Landeslehrerinnen und Landeslehrer gab es keine Überraschungen. In den Zentralausschüssen aller Bundesländer setzten sich die bisher vorne liegenden Fraktionen mehr oder weniger deutlich durch. Gesamt gesehen gab es minimale Gewinne für die FCG und die FSG und minimale Verluste der UG. Mehr als die Ergebnisse (siehe Seiten 4 bis 7) beschäftigen mich die extrem unterschiedlichen Wahlbeteiligungen in den Bezirken (von knapp über 30 bis weit über 80 Prozent). Vielleicht gibt es unter Ihnen jemanden, der mir dabei helfen kann, diese extremen Unterschiede zu erklären, ich kann nur Vermutungen anstellen.

Martin Höflehner (martin.hoeflehner@goed.at)