aps-Magazin 2/2020

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Ausnahmesituation - Habe ich in der letzten Ausgabe das Verhalten einiger Kolleginnen bzw. Kollegen kritisiert, gilt meine Kritik nun den Verantwortlichen im Bildungsministerium.

Es war unumgänglich, am Beginn der Krise Maßnahmen zu setzen, und die ergriffenen Maßnahmen konnten nachvollzogen werden und wurden deshalb auch von einer großen Mehrheit unterstützt.

Mit Bekanntwerden der Wiederöffnung der Schulen wurde es aber dann nahezu chaotisch: Unklare Etappenpläne, sich widersprechende Richtlinien, verspätete Informationsschreiben und oft unpräzise gesetzliche Vorgaben erschwerten die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer und vor allem die organisatorischen Arbeiten der Leiterinnen und Leiter.

Trotz dieser Widrigkeiten haben mit der erfolgreichen Wiederöffnung alle Kolleginnen und Kollegen in den Schulen einmal mehr eindrucksvoll bewiesen, dass man sich auch in Ausnahmesituationen auf sie verlassen kann.

Unsere Kritik richtete sich vor allem gegen

  • permanente organisatorische Änderungen ( Unterrichtszeiten etc.),
  • einseitige Eingriffe ins Dienstrecht (Halbwertigkeiten etc.),
  • sinnlose bürokratische Belastungen und Kontrolle (Monitoring etc.) und
  • den Verordnungen widersprechende, verspätete Richtlinien, die oft zu einer sinnlosen Mehrbelastung für die Schulen wurden.

Bei Drucklegung dieser Ausgabe geistern nun die ersten Informationen bezüglich „Sommerschule“ durch die Medien. Es bleibt nur zu hoffen, dass es sich bei all diesen Maßnahmen um tatsächliche Freiwilligkeit handeln wird und dass alle Vorgaben dazu unterstützen und nicht behindern.

Martin Höflehner (martin.hoeflehner@goed.at)