Neuigkeiten rund um Bildung, Dienstrecht, Schulorganisation und den Beruf Pflichtschullehrerin/Pflichtschullehrer

Geht der Respekt verloren? "Kinder sind schwieriger geworden"

Lehrer sind zunehmend mit rauen Umgangsformen und aggressiven Schülern konfrontiert Zahl der Sozialtrainings für Schüler verdoppelt, Konfliktlösungskurse bei Lehrern begehrt. Eines stellt Paul Kimberger, oberster Lehrervertreter Österreichs, unmissverständlich klar. "Die Situation an den Schulen ist für Lehrer in den vergangenen Jahren härter geworden. Die Kinder sind deutlich schwieriger geworden."Es fehle vielfach am notwendigen Respekt: "Werte wie Grüßen, Anstand, Pünktlichkeit, Genauigkeit und Leistungsbereitschaft sind abhanden gekommen."

Investitionen in die Ganztagsschule bringen mehr Schaden als Nutzen

Ob durch die 750 Millionen Euro für die Ganztagsschule die Bildungs- und Lebensqualität für die Kinder besser wird, darf bezweifelt werden. Mehr Geld für Bildung zur Verfügung zu haben, ist ein Erfolg für Bildungsministerin Sonja Hammerschmidt. Ob es in den Ausbau der (freiwilligen) Ganztagsschule richtig investiert ist, ist jedoch höchst fraglich.

Resolution zum „Autonomiepaket“

Diese Resolution wurde in der Sitzung der Bundesleitung 10 am 24. Oktober 2016 in Wien einstimmig beschlossen. Letzte Woche wurde im Ministerrat auf Vorschlag von Bildungsministerin Dr. Sonja Hammerschmid und Staatssekretär Dr. Harald Mahrer ein Ministerratsvortrag (Link) beschlossen, der unter dem Schlagwort „Autonomie“ Gesetzesvorschläge zur Folge haben könnte, die negative Auswirkungen auf die Qualität der Schulen in ganz Österreich haben werden. Sobald diese vorliegen, wird die Bundesleitung 10 diese natürlich noch im Detail bewerten. Zu zwei geplanten Maßnahmen hält die Bundesleitung 10 fest:

Elternprotest gegen Abschaffung der Sonderschulen

Regierungsplan: Bis 2020 sollen Sonderschulen Geschichte sein, bei der Umsetzung hapert es aber gewaltig.

Die Politik hat sich ein hehres Ziel gesetzt. Bis 2020 sollen praktisch alle Sonderschulen abgeschafft und Kinder mit "sonderpädagogischem Förderbedarf" (SPF) stattdessen in "normalen" Schulen unterrichtet werden. Die Intention: Alle behinderten Kinder sollen im Schulbereich integriert werden. Derzeit sitzen 62 Prozent der SPF-Kinder in "normalen" Klassen. Bei der Umsetzung des Vorhabens hapert es aber gewaltig. Viele Eltern und Lehrer sehen es daher äußerst kritisch.