ZURÜCK ZUR ZUKUNFT UNSERER KINDER

Sehr geehrter Herr Bundesminister,
werte Damen und Herren in den Bildungsdirektionen,
wir haben Sie vor wenigen Wochen in aller Höflichkeit ersucht, die Schulen nach der erfolgreichen Wiedereröffnung in Ruhe arbeiten zu lassen.

Die Zeit bis zum Schulbeginn im Herbst sollte nun besser dafür genutzt werden, die organisatorischen und pädagogischen Rahmenbedingungen für Schulleiterinnen und Schulleiter bzw. Lehrerinnen und Lehrer deutlich zu verbessern.

Wir brauchen also …

  • verlässliche, zeitgerechte Informationen und echte Schulpartnerschaft statt permanenter Notverordnungen und Pressekonferenzen.
  • eine dienstrechtliche Berücksichtigung von Zusatzleistungen und digitalem Mehraufwand statt „angeordneter Freiwilligkeit“.
  • eine flächendeckende digitale Ausrüstung mit zeitgemäßen Endgeräten und moderner, digitaler Infrastruktur statt privater Investitionen von Lehrerinnen und Lehrern.
  • effektive administrative Unterstützungssysteme statt inflationärer behördlicher Befragungen und fragwürdiger schulischer Bürokratie.
  • merkbare pädagogische Entlastungen und Zeit für das Wesentliche statt permanenter Mehrbelastung aller schulischen Systeme.
  • zusätzliche Förderangebote und ein deutliches Mehr an Ressourcen für Kleingruppen während des Schuljahres statt einer Sommerschule, die aus dem Dienstpostenplan zu finanzieren ist.

Geben Sie uns diese notwendige Unterstützung und haben Sie Vertrauen in unsere Schulen. Denn die Schulleiterinnen und Schulleiter wissen gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern am besten, wie sie unsere Kinder und Jugendlichen bestmöglich durch diese schwierige und herausfordernde Corona-Zeit bringen.

Mit gewerkschaftlichen Grüßen

Paul Kimberger
Bundesvorsitzender der APS-Gewerkschaft

Martin Höflehner
Bundesvorsitzender-Stellvertreter der APS-Gewerkschaft

Peter Böhm
Dienstrechtsreferent der APS-Gewerkschaft