Schüler- und Lehrervertreter: Gesundheit prioritär

Keine explizite Kritik an den Schulschließungen kommt von den obersten Schüler- und Lehrervertretern. „Wir haben alles zu tun, um die dramatisch steigenden Infektionszahlen in den Griff zu bekommen“, sagte der Vorsitzende der ARGE Lehrer in der GÖD, Paul Kimberger, (FCG) gestern zur APA.

„Jeder Bereich der Gesellschaft muss seinen Anteil leisten“, so Kimberger – auch die Schulen. Am Montag werde ein Übergangstag auf dem Programm stehen, ab Dienstag gebe es dann Homeschooling. Die Details bzw. die möglichen schulautonomen Spielräume würden in den nächsten Stunden bzw. Tagen geklärt. „Die Pflichtschulen waren nie geschlossen – selbstverständlich werden sie auch diesmal offen gehalten, vor allem für Kinder von Schlüsselpersonal. Wir haben auch die Möglichkeit, Kleingruppen hereinzuholen und mit Lernstationen Kontinuität gewährleisten zu können. Das halte ich für eine gute Sache.“

Auch Bundesschulsprecherin Alexandra Bosek sagte in einer Aussendung, dass die Sicherheit der Schüler Vorrang haben müsse. „Die Sicherheit, dass unsere Gesundheit nicht gefährdet wird und die Sicherheit, dass die Bildungsstandards nicht sinken.“ Die vor den Sommerferien entstandene Bildungslücke dürfe aber nicht noch größer werden. „Qualitativ hochwertiger Onlineunterricht bietet viele Möglichkeiten, den neuen Stoff zu vermitteln und den des letzten Semesters nachzuholen.“ Dafür müsse man aber auch entsprechend ausgebildete Lehrer haben: Umso wichtiger sei es, weiterhin auf die verpflichtende Absolvierung digitaler Fortbildungen zu beharren.

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