aps-Magazin 4/2021

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Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Corona hat uns nach wie vor fest im Griff. Die politisch Verantwortlichen haben aufgrund der rasant steigenden Infektionszahlen im November einen weiteren gesellschaftlichen Lockdown veranlasst. Die Schulen sollen auch in Zeiten des Lockdowns weiterhin im Präsenzunterricht geführt werden. Als Schulleiter/innen, als Lehrer/innen leisten wir durch ein engmaschiges Netz an Testungen in den Schulen im Einsatz gegen Corona einen wesentlichen Beitrag für die gesamte Bevölkerung. Diese Leistung der Pädagog/innen, die nicht zu unseren eigentlichen pädagogischen Aufgaben zählt, verdient den höchsten Respekt. Doch statt den Schulen die bestmögliche Unterstützung zukommen zu lassen, schütten die Dienstbehörden die Schulen mit laufend neuen bürokratischen Arbeiten und pädagogischen Projekten zu. Die meisten dieser Arbeiten sind besonders in Corona-Zeiten in ihrer Sinnhaftigkeit zu hinterfragen.

In einem offenen Brief hat daher die Gewerkschaft der Pflichtschullehrer/innen mit unserem Vorsitzenden Paul Kimberger an der Spitze in einem offenen Brief an den Bildungsminister zur aktuellen Situation an unseren Schulen klargestellt: Es ist genug! Als Reaktion auf diesen offenen Brief lenkte das Bildungsministerium in einem ersten Schritt durch Entlastungsmaßnahmen ein. Es wird sich zeigen, ob diese ersten Maßnahmen die dringend notwendige Entlastung bringen bzw. ob weitere Schritte notwendig sind. Wir brauchen unbedingt Zeit, um uns in den Schulen um die wesentliche Aufgabe, den Unterricht, zu kümmern. Dafür benötigen wir den bestmöglichen Schutz der Gesundheit aller in den Schulen tätigen Personen. Nur so können wir das Ziel verfolgen, den Unterricht möglichst in Präsenzform aufrechtzuerhalten, und den höchstmöglichen pädagogischen Ertrag erzielen. Wir wollen uns in dem aktuellen aps-Magazin auch abseits von Corona mit vielen Themen aus dem breiten Spektrum Schule beschäftigen. Ich wünsche Ihnen, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, viel Freude beim Lesen dieser Ausgabe. Bleiben Sie bestmöglich gesund!

Mit kollegialen Grüßen, Thomas Krebs (thomas.krebs@goed.at)