aps-Magazin 1/2021

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Testen?! Für manche Eltern habe ich kein Verständnis. Eine kleine Gruppe fordert einerseits seit Monaten eine normale Öffnung der Schulen und demonstriert anderseits gleichzeitig gegen Maskenpflicht und Tests.

Dieselbe Gruppe fordert dann aber mit einer Selbstverständlichkeit die Betreuung ihrer Kinder in den Schulen bzw., wenn ihnen diese auf Grund der Test- und/oder Maskenverweigerung untersagt wird, eine flächendeckende Online-Betreuung ihrer Kinder.

Mir ist schon klar, dass Home-Office und gleichzeitiges Home-Schooling eines oder mehrerer Kinder eine extreme Belastung darstellen. Daher ist es für mich umso unverständlicher, dass sich ein Teil dieser Eltern gegen sinnvolle Maßnahmen, die einen Normalbetrieb oder einen Schichtbetrieb an den Schulen ermöglichen sollen, stellt. Auch für Lehrerinnen und Lehrer würde es eine extreme Belastung darstellen, normalen Unterricht zu halten und „nebenbei“ die Kinder dieser „Verweigerer“ zu betreuen. Für viele kommt dann noch erschwerend dazu, dass sie selbst auch Eltern sind.

Ich weiß auch, dass Testen und Maskentragen keinen hundertprozentigen Schutz darstellen, ich sehe jedoch keine Alternative dazu, wenn wir unsere Schülerinnen und Schüler vor Ort unterrichten wollen.

Nur ein sinnvolles Miteinander und „ein an einem Strang ziehen“ aller Beteiligten kann für einen gangbaren Weg durch die Krise zielführend sein.

Zu etwas anderem: Als große Hilfe an Schulen in normalen Zeiten und speziell in Zeiten wie diesen würde ich Schul- Gesundheitsschwestern sehen – siehe dazu den Artikel ab Seite 10 – auch sie würden beim „gemeinsam an einem Strang ziehen“ ihren Teil beitragen.

Martin Höflehner